Die Kapelle als Ort der Einkehr

Künftig werden quirlige Jugendliche das Schloss in Beschlag nehmen. Die Kapelle wird aber ein Ort der Ruhe bleiben.

Manuel Dubach, Reformierter Pfarrer
«Einst lebte eine privilegierte Minderheit in dieser Privatkapelle ihren Glauben. Nun ist die Johanneskapelle für alle Menschen offen. Ein schöner Wandel. Haben die Wandmalereien den Adel früher mit ihrer Farbenpracht überwältigt, so ist die Kolorierung heute nur noch eine angedeutete. Gerade deshalb laden die Darstellungen zum stillen Verweilen ein. Was einst klar und deutlich schien, erschliesst sich jetzt dem geduldigen Auge nur in und mit aller Ruhe: die Auferstehung Jesu, die Enthauptung von Johannes dem Täufer oder der akrobatische Tanz der Salome.»

Für immer schön: Die mittelalterliche Kapelle

In diesem würdevollen Raum startete die Herzogsfamilie ihren Tag mit einer Andacht. Trotz jugendlichem Trubel rundherum wird er ein stiller Ort der Einkehr bleiben.

Gleich neben dem prunkvollen Rittersaal befindet sich ein weiteres Kleinod von unglaublicher Schönheit. Wer die Kapelle betritt, kann sich ihrer Ausstrahlung nicht entziehen. An diesem Ort wird man still und bewundert staunend die Fresken aus dem Jahr 1340. Dies ging den Herzogsfamilien nicht anders als den Gästen von heute. Die Kapelle berührt bis ins Innerste. 

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Dieses Kleinod liegt mir am Herzen. Es soll auch in Zukunft gepflegt und geschützt werden. Dies ist mir eine Spende wert.