Das Prunkstück: Der Rittersaal

Kaum zu glauben: Die Berner Obrigkeit wollte dieses mittelalterliche Kleinod in ein Gefängnis umbauen. Ehrensache, dass sich Burgdorf dagegen wehrte – mit Erfolg.

Burgdorf und sein Schloss: Immer wieder viel Engagement

Klar, dass ein über 800-jähriges Gebäude im Lauf der Jahrhunderte neue Nutzungen erfährt. Aber den Rittersaal in ein Gefängnis umbauen, war  definitiv ein No go. Die Burgdorferinnen und Burgdorfer wehrten sich erfolgreich dagegen.

Der restaurierte Rittersaal ist heute der historische Prachtraum im Schloss Burgdorf. Jede Besucherin und jeder Besucher staunt erst einmal beim Betreten. Das war nicht immer so: Ursprünglich als imposanter Saal für die Zähringer Herzöge gebaut, wurde er später zeitweise als Turnhalle und zur Wäschetrocknung benutzt. 1884 war sogar geplant, Gefängniszellen einzubauen, wodurch der Saal zerstört worden wäre. Doch die Burgdorfer wussten sich zu wehren. 76 Personen reichten eine Petition beim Regierungsrat ein, dass die Kapelle und der Saal zu erhalten seien. Nach Expertenberichten verzichtete der Kanton auf seine Pläne und überliess die Räume der «Rittersaal-Kommission».

Das grösste Problem dieser Rittersaal-Kommission war, das Geld für die Restaurierung der Räume zusammenzubringen. Dank zahlreichen Engagierten um den ersten Präsidenten Dr. Max Fankhauser konnte 1886 auf dem Schloss ein erstes Museum eröffnet werden. Mit einem öffentlichen Aufruf hatte der neu gegründete Rittersaalverein Objekte für seine historische Sammlung gesammelt. Der Raum war nach dieser ersten Aktion schon recht vollgestellt, wie ein Bild von damals zeigt.

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Schloss Burgdorf verdient auch mein Engagement. Ich trete das Erbe der früheren Burgdorferinnen und Burgdorfer an und spende.